Zumeist sind wir Ansprechpartner für zu erstellende 360° Erlebnisse und weniger für eine Wandgestaltung. Aber hin und wieder werden Wünsche für „flache“ Arbeiten an uns herangetragen. Wie auch im Fall der Hochschule Zittau/Görlitz, für welche wir schon seit vielen Jahren arbeiten dürfen. Die Aufgabenstellung dieses Mal lautete einen weißen eher steril wirkenden Flur ein bisschen aufzupeppen. Weiter Vorgaben gab es nicht. So entstand die Idee, das Portfolio der Fakultät Elektrotechnik und Informatik mittels verschiedenster Fotoarbeiten darzustellen. Dabei entschieden wir uns für ein Wabenmuster, da die verschiedensten Bereiche der Fakultät doch irgendwie für sich stehen aber dennoch zusammengehören. 

Der Entwurf

erster Entwurf der Wandgestaltung
erster Entwurf der Wandgestaltung

Der erste Entwurf kam gleich ziemlich gut an und da schon umfangreiches Bildmaterial in der Hochschule vorhanden war, ging es auch gleich an die weitere Umsetzen. In den weiteren Schritten änderten wir die Größe und damit auch die Anzahl der Waben und recherchierten nach geeigneten Materialien für die Wandfläche. Und hier lag dann unerwarteter Weise unsere größte Herausforderung. Denn die geplanten Aluminiumplatten besitzen leider keine Brandschutzzertifizierung. Erstaunlicherweise hatten aber die schaumstoffgefüllten Dibondplatten genau die geforderte Klassifizierung. Nun wollten wir aber unbedingt, dass sich bei diversen Lichtverhältnissen bestimmte Teile des Bildes reflektieren, was wieder einen wunderschönen Effekt bewirkt. (Diesen Effekt nutzten wir z.B. schon bei einer Ausstellung mit mikroskopischer Aufnahmen und erhielten dafür ausschließlich positives Feedback.) Und mit einer Dibondplatte funktioniert das nicht. 

Zusammen mit PIGMENTPOL, eine Dresdner Druckerei mit welcher wir seit Jahren hervorragend Zusammenarbeiten und welche auf großformatigen Druck spezialisiert ist, stellten wir weitere Nachforschungen an. Am Ende mussten wir feststellen, dass alle uns bekannten metallischen Materialien keine Brandschutzklassifizierung besitzen. Einziger Lichtblick war eine metallische Tapete, welche aber bislang noch nie von Pigmentpol bedruckt wurde.

finaler Entwurf der Wandgestaltung
finaler Entwurf der Wandgestaltung

Ein Drucktest erfüllte dann unsere mittlerweile zurückhaltenden Erwartungen und somit konnte der Andruck beauftragt werden. Gleichzeitig entschlossen wir uns einige Waben auf dem Dibond Material zu drucken um einen kleinen dreidimensionalen Effekt zu erzielen. Der Probedruck beider Materialien begeisterte auch die Entscheider an der Hochschule in Zittau und so konnten wir Anfang 2018 mit allen Elementen in Druck gehen. 

Das Ergebnis

Wie die Installation von statten ging und wie die Wandgestaltung final aussieht zeigt das folgende Zeitraffervideo:

Noch ein Tipp: Da im Video die Reflexionen der Tapete sowie auch die einzelnen hervorstehende Waben schwer erkennbar sind, empfehlen wir einen Besuch vor Ort. Das Haus Z1 befindet an der Ecke Theodor-Körner-Allee (Stadtring) und Hochwaldstraße in Zittau.eu und die Wandgestaltung im Erdgeschoss.